Berichte vom Artistenhof Probst in der Presse

 

"OVZ " im August 2014
"OTZ - Lokales" im Januar 2014

"Morgenpost" im November 2013
"OTZ - Lokales" im August 2012
"OTZ - Thüringer Geschichten" im Juli 2011
"Allgemeiner Anzeiger" im Juni 2007
"Ostthüringer Nachrichten" im Februar 2006
"Ostthüringer Nachrichten" im Mai 2005
"Amtsblatt des Landkreises Altenburger Land" vom 13. September 2003
"Super Illu" vom 13. März 2003

 

 

OVZ" im August 2014

 

 

Ferienlager für kleine Zirkusartisten

 

Auf dem Probst-Hof in Kummer haben in der vergangenen Woche wieder Kinder ein Show für ihre Eltern einstudiert. (Text: Jörg Reuter, Fotos: Mario Jahn - OVZ 23./24.08.2014)

 

KUMMER. "Alles klar, dann laufen wir uns jetzt erst einmal warm", sagt Jörg Probst zackig und klatscht in die Hände. Dann beginnen 28 Kinder, alle um die zehn Jahre, im Kreis der Manege zu rennen. "Wenn ich wieder klatsche, geht's anders herum", ruft der in Kummer lebende Artist den Mädchen und Jungen zu. Nach ein paar Minuten die nächste Übung: Purzelbäume schlagen. Dann folgen Kopfstände der Kinder – die Ähnlichkeit zum Sportunterricht ist unverkennbar. Auch der Ton ist fast wie in der Schule.

"Na ja, die Kinder müssen schon aufpassen, was gesagt wird - zu ihrer eigenen Sicherheit", erklärt Jörg Probst, der mit Frau Maike seit Langem im Kummer lebt. Dor hat das Ehepaar mit dem bekannten Zirkus-Namen vor Jahren ein Gehöft gekauft und ausgebaut. Dazu gehört unter anderem eine Veranstaltungs-Scheune mit Manege. Hier trainieren die Artisten ihre zum Teil weltbekannten Nummern, wie die Pavian-Dressur. Damit heimsten sie immerhin schon Preise beim Internationalen Zirkusfestival in Monaco ein (OVZ berichtete). Außerdem finden der ehemaligen Scheune regelmäßig - wie zum Beispiel am heutoigen Samstag ab 15 Uhr - Shows der Profi-Artisten statt.

Aber bei uns gibt es auch ein Sommerloch, meint Jörg Probst. Und weil auf der anderen Seite immer wieder Kinder gefragt haben, ob sie nicht einmal auf dem Probst-Hof Zeit verbringen können, bieten die eheleute Probst seit etwa zwölf Jahren das Zirkus-Feriencamp an. Für eine Woche quartieren sich dann Kinder aus dem Altenburger Land, aus Leipzig oder sogar aus Erlangen in Kummer ein und verwandeln den Hof in ein quirliges Ferienlager. „Wir haben extra einen Dachboden ausgebaut, wo die Kinder schlafen können", sagt Jörgt Probst und zeigt den liebevoll im Stil eines alten stalls nachempfundenen Schlafsaal der Feriengäste.

Überhaupt ist der Probst-Hof ein kleines Paradies für Kinder. Ein großer Spielplatz lädt draußen zum Toben ein und den ehemaligen Rinderstall haben die Probsts zum Spielstall umfunktioniert. „Das ist kein Museum, auch wenn es so aussieht, hier kann alles angefasst und benutzt werden", so Jörg Probst. Wieder im außenbereich wähnt man sich im Zoo. Hier sind die Ställe und Gehege der Zirkustiere. „Dort steht unser Esel, mit dem werden die Kinder arbeiten. Ein paar wollen auch mit dem ungarischen Wollschwein auftreten, genau wie mit unseren Hühnern und Berberaffen", erklärt Probst beim Rundgang über den Hof zurück in die Manege. Nur die Paviane seien tabu. Die Affen sind dann doch zu gefährlich für die Kinder. Obgleich Probst betont: „Das sind alles trainierte Tiere, die den Umgang mit den Menschen kennen und auf uns hören." Darauf hin dreht sich Jörg Probst zu dem Pavianmännchen im Gehege: „Mach mal einen Handstand", sagt er. Der Affe legt promt sein Spielzeug weg und stellt sich auf die Vorderpfoten.

In der Manege arbeitet inzwischen Tom Fieseler und sein Team mit den Kindern. In Gera leitet er einb Srtistik-Studio und wird immer wieder für die Ferienlager engagiert. „Jetzt werden Fünfergruppen gebildet", weist er die Ferienkinder an und erklärt dann, wie sie gemeinsam eine Pyramide darstellen. So einfach, wie das auf den ersten Blick wirken mag, ist es augenscheinlich nicht. Die Mädchen und Jungen brauchen ihre ganze Konzentration und auch einiges an Kraft, um die Figur hinzubekommen. „Wechselt euch ab, dass jeder einmal an allen Positionen war", sagt Fieseler zu den Kindern, die mit viel Ehrgeiz bei der Sache sind.

„Ich finde es super hier, und es macht viel Spaß", sagt Katharina. Die Neunjährige aus Wintersdorf ist zum ersten Mal beim Feriencamp auf dem Probst-Hof. Genau wie Adana aus Leipzig. Der Zwölfjährigen hat es vor allem das Klettertuch angetan. Auch sie ist begeistert von der Woche, obgleich beim Gedanken, jeden Tag sehcs Stunden zu trainieren, sie mit den Augenrollt.

„Wir machen hier ein leistungsorientiertes Feriencamp", erläutert Jörg Probst. Zwar komme der Spaß nicht zu kurz, aber darüber hinaus werde auf ein Ziel hingearbeitet. Und das ist die große Vorstellung der Kinder am Sonntagabend auf dem Probst-Hof. „Die Eltern sollen am Ende sagen, das war ja toll, das habe ich meinem Kind nicht zugetraut", sagt Jörg Probst. Dafür üben seine Gäste zweimal täglich drei Stunden. Natürlich lassen sich da keine Wunder vollbringen, doch die Zeitspanne reiche aus, um beispielsweise mit drei Bällen jonglieren zu lernen – vorausgesetzt das Kind will und übt ein wenig. Natürlich sind die, die nicht zum ertsen Mal da sind, schon ein Stück weiter.

„Ich bin zum zweiten Mal hier", erzählt Muriel. Klar sei die Pyramide nicht ganz einfach, aber auch nicht besonders schwer, findet die Elfjährige. Sie will am Sonntag beispielsweise mit einer Rola-Rola-Darbietung auftreten. „Da balanciert man mit einem Brett auf einer Rolle", erklärt sie. Ob sie dazu noch jongliert, weiß sie aber noch nicht. „Mal sehen, ob es klappt". Dann geht das Mädchen aus Plauen wieder zu den anderen in der Manege, um für die große Pyramide zu üben. Traditionell einer der Höhepunkte der Show. „Wo ist der Enten-Po", korrigiert der Trainer die Haltung eines Mädchens. Derweil schnattern die anderen erst einmal wild durcheinander. „Ruhe jetzt. Hört Tom ordentlich zu", ruft Jörg Probst die Gruppe zur Ordnung, um sich dann lächelnd umzudrehen: „So sind Kinder eben". Gleich ist Pause, dann können die Nachwuchsartisten auf dem Hof entspannen. Doch bevor es so weit ist, räumen die Trainer ein Trampolin in die Manege. Jetzt stehen Salti auf dem Übungsplan. „Aber wir üben nicht nur Akrobatik, sondern auch Tierdressuren. Die Besucher bekommen am Sonntag, ab 15 Uhr ein buntes Zirkusprogramm geboten." Und um den Eltern zu zeigen, wie fleißig ihre Sprößlinge in der vergangenen Woche waren, holt Jörg Probst auch morgen Eltern in die Manege und lässt sie probieren, was die Kinder zeigen.

 

 

OTZ - Lokales" im Januar 2014

 

„Kummer kennt man bei Paris"
Weil Maike und Jörg Probst den Ort dort bekannt machen. Als Tiertrainer sind sie gefragte Gäste beim international besetzten Zirkusfestival in Massy, quasi der Olympiade für ihr Gebiet. Diesmal wollen sie mit ihrer Affenshow begeistern.
(von Jana Borath, Foto: Jana Borath)

 

Kummer/Paris. "Dressage De Babouins - Maike et Jörg Probst!" So werden in diesen Tagen die beiden Tierartisten aus dem Schmöllner Ortsteil Kummer in Massy nahe Paris angekündigt. Denn die beiden Künstler gehören mit ihrer Affendressur zu jenen Attraktionen, die das 22. Zirkusfestival in Massy so besonders macht. "Es sind praktisch die olympischen Spiele für Tiertrainer", zieht Maike Probst einen sportlichen Vergleich, um die Qualität dieses dreitägigen und international besetzten Spektakels zu verdeutlichen. Und mit ihrer Affendressur gehören die beiden Künstler aus Kummer nach wie vor zu den Ausnahme-Tiertrainern in ganz Europa. Denn Paviane zu dressieren gilt als ungemein schwierig - und macht den beiden Profis aus dem Altenburger Land offenbar so schnell keiner nach. Und so verwundert es nicht, dass es weder für Maike und Jörg Probst noch für ihre vier Affen Klausi, Janni, Isidor und Jatzek eine Premiere ist, wenn sie vom 23. bis 26. Januar zwei Mal täglich im Rampenlicht stehen in der riesigen Festival-Manege in Massy. Schon in den Jahren 2000 und 2009 gehörten Maike und Jörg Probst zu den geladenen Künstlern, damals mit ihrer Pavianshow sowie ihrer Haustiernummer. Und beide Male konnten die Kummerer mit ihren Dressuren die Jury überzeugen. Es gab Preise, unter anderem für die beste Tiernummer und für die innovativste Darbietung. "Mal sehen, ob diesmal ein dritter Preis dazukommt", scherzte Jörg Probst, bevor sich jetzt der Tross mit Affen und Menschen von Kummer aus in Richtung Paris und Massy in Bewegung setzte, wo gestern die Proben für die Show begannen.
Mehrere Tage brauchten zuvor die Künstler, um alles zusammenzupacken, was sie für das relativ kurze Gastspiel in Frankreich brauchen. Zum Nötigsten gehören beispielsweise ein tonnenschwerer Lastkraftwagen mit Futter für die Affen, für die zudem ein beheizbarer Hänger als transportables Gehege mitgeführt wird. Hinzu kommt das große Außengehege. Bereits zum Wochenende geschafft hatten es Maike und Jörg Probst, alle Genehmigungen für ihren Transport mit Tieren einzuholen. Gefragt waren nicht nur Bestätigungen von verschiedenen Ordnungsbehörden, sondern auch Tiermediziner und das Veterinäramt mussten grünes Licht geben.
Ein großer organisatorischer Aufwand für die Tiertrainer, um überhaupt mit ihren Tieren auf Reisen gehen zu können. Und auch die Kosten für solche Unternehmungen sind gestiegen. "Und all das bei sinkenden Gagen in unserer Branche", sagt Maike Probst. Aber sie und ihr Mann Jörg lieben ihren Beruf, weshalb sie dafür so manch' langen Verwaltungsweg und auch die körperlich schwere Arbeit vor und nach den Shows in Kauf nehmen. Denn anders als bei Akrobaten zum Beispiel, die ihre Show-Materialien leicht im Kofferraum verstauen können, brauchen die vierbeinigen Partner von Tierartisten Pflege und Versorgung rund um die Uhr. Nicht nur zu Hause auf dem Probst-Hof in Kummer. Sondern ebenso fürsorglich auf Tournee. Die Proben für das Festival in Massy laufen bereits seit gestern und die Teilnehmer haben damit alle Hände voll zu tun. Denn schon bis Donnerstag muss jede einzelne Nummer sitzen, muss das Live-Orchester jede einzelne der Show-Musiken kennen und eingespielt haben. Das bedeutet noch einmal richtig Stress für alle, ehe sich der Vorhang in der Manege erstmals öffnet vor großem Publikum und der gestrengen Jury.
Extra trainieren für ihre Auftritte in Massy mussten Maike und Jörg Probst mit ihren Affen übrigens nicht. Sie sind ein eingespieltes Team und auf den Punkt trainiert. Außerdem kehrte die Truppe erst vor wenigen Tagen von ihrem mehrwöchigen Weihnachtszirkus aus Dresden nach Kummer zurück.


„Morgenpost" im November 2013

 

 

 

„OTZ - Thüringer Geschichten" im Juli 2011

 

Tierische Stars in der Manege
Auf dem Probst-Hof in Kummer bei Schmölln kann man erleben, wie Pavian, Strauß & Co. fürs Rampenlicht trainiert werden (von Susann Grunert, Fotos (1): Martin Gerlach
Presse

Der Name Probst steht für Zirkustradition. In den Adern der Familie fließt Artistenblut Auch Maike Probst ist ein Zirkuskind. „Im Zirkus geboren und aufgewachsen", sagt sie. Jahrzehnte lebt sie im Takt des Familienunternehmens, lernt ihren Mann Jörg im Zirkus kennen. Nach der Wende gehen beide auf ausgedehnte Europa-Tourneen, feiern große Erfolge. Vor allem in Frankreich, wo Zirkus für Qualität steht, den gleichen Stellenwert wie Theater oder bildende Kunst hat. Oder beim weltbekannten Zirkusfestival in Monte Carlo. Die Anerkennung versüßt die Anstrengungen, die mehrmonatiges Reisen zwangsläufig mit sich bringen. Doch vor zehn Jahren macht die Familie einen Schnitt. Um Sohn und Tochter eine ordentliche Schulausbildung zu ermöglichen. Und ein wenig zur Ruhe zu kommen.

Doch die Manege lässt die Familie nicht ganz hinter sich. „Wir wollten von dem leben, was wir können." Das ist, Leute zu unterhalten. Die Stars im Rampenlicht haben zumeist vier Beine. Nach langem Suchen entdeckt Maike Probst ein Inserat für einen Reiterhof in Kummer bei Schmölln. Die Anlagen vor Ort sind für Zwei- und Vierbeiner ideal. Es gibt Wohnhaus, Scheune und Boxen, Wiesen und Weideland. „Meinem Mann war es zu groß, doch ich habe gar nicht hingehört", erinnert sie sich schmunzelnd. „Dieser Hof schien mich in den Arm zu nehmen, und ließ mich nicht wieder los." Mit Tierprogrammen will die Familie ihr Überleben sichern. Doch was im Zirkus ein Auftritt von höchstens zehn Minuten ist, sollte nun eine Stunde. dauern. Lösungen sind gefragt, die Maike Probst schließlich in der eigenen Biografie findet. Denn obwohl der Vater riet, „lern was Vernünftiges", setzte sie ihren Kopf durch und wurde nach der Schule Tiertrainerin. Ihre jahrzehntelange Erfahrung im Arbeiten mit Tieren bildet nun die Grundlage für die Shows auf dem Probst-Hof. „Wir erklären, wie wir die Tiere für die Bühne formen", so Maike Probst. Die Manege steht in einer umgebauten Scheune, die Platz für bis zu 100 Besucher bietet. Die Idee entwickelt sich zum Selbstläufer. Zu neugierigen Schulklassen gesellen sich interessierte Seniorengruppen. Tierisches Wissen mit Spaß und Showeinlagen zu vermitteln, wird zum Erfolgsrezept. Mitten in der Provinz können die Besucher bei Probsts Einzigartiges erleben. Denn derzeit sind sie die einzigen Tiertrainer weltweit, die mit freilaufenden Pavianen arbeiten. „Kein Tier wird so verkannt", ist Maike Probst überzeugt. Jeder Blick, jede Mimik und Gestik der Primaten habe eine Bedeutung. Sie hat sie lesen gelernt, mit 30 Jahren Berufserfahrung. Doch das Interesse für Paviane liegt bei ihr nicht nur im Beruf begründet. „Ich hatte schon als Kind eine Affenmacke." Der Vater verbot den engeren Kontakt zu den Tieren. „Sie können schon gefährlich werden", weiß sie.

Doch sind die Eltern außer Sicht- und Reichweite, schleicht sich die junge Zirkustochter an die Käfige. „Ich habe sie beobachtet, wie sie die Natur wahrnehmen." Bald nützt auch kein elterlicher Machtspruch mehr. „Mit 17 habe ich dann Janni bekommen, einen ausgewachsenen Pavian". Heute ist die Primatin die Pavian-Omi unter insgesamt fünf Affen. Über 50 Tiere leben auf dem Probst-Hof. Alle stehen von Zeit zu Zeit im Schein-werferlicht. Besonders bei Grundschülern beliebt ist das Haustier-Programm, wo Esel, Ziege, Wollschwein, Hund & Co. allerlei Schabernack treiben. Die Gelbbrustaras Evi und Pedro sind neben Tauben, Strauß und Laufenten die Stars im Vogel-Programm. Fehlt in der ostthüringischen Provinz die Zirkusluft manchmal? „Schon, aber nur kurz", sagt Maike Probst. Galt das Arbeiten im Zirkus zu DDR-Zeiten als angesehen, zählt man heute oft nur abschätzig zum fahrenden Volk. „Als Kind gibt es aber nichts Schöneres als den Zirkus. Jeden zweiten, dritten Tag ein neues Umfeld, das ist wie eine Abenteuerwelt". Auch heute noch touren die Probsts mit ihren Tiershows. „Aber wir freuen uns dann immer wieder sehr auf zu Hause." Denn hier haben sie eine eigene Abenteuerwelt im Kleinen für sich und ihre Gäste geschaffen.

 

"Allgemeiner Anzeiger" im Juni 2007 im Juni 2007 (von Sibylle Reinhardt)

 

Seltenes Vertrauen
Maike und Jörg Probst sind weltweit die einzigen, die mit frei laufenden Pavianen arbeiten. Wie, das zeigen sie auf ihrem Hof nahe Schmölln.

 

Presse

lsidor reckt sein Hinterteil in die Luft, wartet auf Hilfe für den Handstand. „Sei nicht so bequem", mahnt Maike Probst den vierjährigen Mantelpavian energisch. Und siehe da, plötzlich weiß auch der Jüngste der Affengruppe ganz genau, wie er seine Beine in die Höhe bekommt. Igor wird derweil zappelig. „Hör auf zu kaspern!", fixiert ihn die Tiertrainerin mit strengem Blick. Dann kann der achtjährige Haudegen seinem natürlichen Spieltrieb folgen - bei Saltos, Seilspringen und Hürdenlauf. „Super gut!", lobt die 42-Jährige und verteilt Streicheleinheiten. Dass Igor dabei die Arme weit öffnet und ihr seinen Bauch präsentiert, ist ein großer Vertrauensbeweis. Maike Probst hat das Verhalten der Primaten jahrelang studiert, kennt die strengen Hierarchien, in denen sie leben, weiß sich mit Blicken, Körperhaltung und fester Stimme durchzusetzen.
Sie und ihr Mann Jörg sind weltweit die einzigen Menschen, denen es gelungen ist,
in einer Pavian-Gruppe als ranghohe „Tiere" anerkannt zu werden. Lange galten diese Affen wegen ihres Aggressionspotenzials und ihrer Unberechenbarkeit als nicht trainierbar.

Umso größer ist die Anerkennung, die das Paar in der Fachwelt genießt. Schon dreimal wurden die Beiden mit ihrer Pavian- und Haustierdressur nach Monte Carlo zum Internationalen Zirkusfestival eingeladen. Zum 30. Jubiläum des Festivals 2006 erhielten sie als erste deutsche Künstler einen Bronzenen Clown (den Oscar der Zirkuswelt). Um an dieses Niveau anzuknüpfen, ist im Moment verstärktes Training angesagt - in neuer Formation. „Pascha" Pawel, Chef der alten Pavian-Garde, hat mit seinen 18 Jahren nicht mehr die Kraft für Bühnenkunststücke. Und auch der 13-jährige Jatzek ist durch eine Behinderung am Knie eingeschränkt. Mit Isidor, Igor und Udo soll der Generationswechsel gelingen. Die jungen Affen stecken voller Energie und Übermut. Das macht die Arbeit nicht unbedingt leichter. „Im Moment herrscht Unfrieden in der Gruppe. Die jungen, aufstrebenden Tiere wollen an die Macht und die alten wollen diese nicht hergeben", erklärt Maike Probst.

Da spielen sich harte Kämpfe und richtiges Möbbing ab. Menschen können in das Gruppenverhalten nicht eingreifen. „Haben wir unsere Mantelpaviane auch aus Zoologischen Gärten, so bleiben sie doch immer Wildtiere", spricht sie aus, was manche Zuschauer scheinbar vergessen, wenn sie die „süßen Tiere" streicheln wollen. Dabei reicht ein Blick auf das Raubtiergebiss mit den gewaltigen Eckzähnen, um sich den Respekt zu bewahren. Selbst das Tierlehrerpaar ist von seinen Schützlingen schon attackiert worden. In den witzigen Darbietungen jedoch ist nie zu spüren, wie kompliziert und riskant die Arbeit mit Pavianen ist. „Die Kunststückesind ein erfreuliches Nebenprodukt unserer Kommunikation mit den Tieren", erklärt die Trainerin. Seit 2002 leben Maike, die aus der Zirkusfamilie Probst stammt, und Trapezkünstler Jörg Probst mit ihren zwei Kindern auf dem Bauernhof im Schmöllner Ortsteil Kummer. Hier können Besucher nicht nur die Arbeit mit den Pavianen, sondern auch mit dressierten Haustieren erleben.


"Ostthüringer Nachrichten" im Februar 2006

 

Von Kummer aus an die Weltspitz
Maike und Jörg Probst als einzige Deutsche beim 30. Zirkusfestival in Monaco.
(von OTZ-Redakteurin Jana Borath)

Kummer. Mit dem 30. Zirkusfestival in Monaco unter Schirmherrschaft der monegassischen Fürstenfamilie vereinten seine Initiatoren in diesem Jahr nicht nur die Weltspitze der Artistik und Tierdressuren. Vielmehr reihte sich mit dieser Zirkusfestival-Sonderausgabe der besten Darbietungen aus drei Jahrzehnten vom 19. bis 27. Januar ein zirzensisches Sahnehäubchen ans andere. Eines davon waren die Haustier- und Paviannummern von Maike und Jörg Probst aus dem Schmöllner Ortsteil Kummer, die sich damit zum dritten Mal dem Publikum in Monaco präsentierten.

Die Teilnahme am Zirkusfestival kommt stets einem Ritterschlag gleich, denn eine gestrenge Jury entscheidet, ob man zu diesem Spektakel aus Glanz und Glamour, gemischt mit dem Charme der Manege überhaupt eingeladen wird. „Dass wir bei dem diesjährigen Festival mit dabei sein durften, überraschte uns gewaltig und ehrt uns natürlich sehr", erklärt Maike Probst. Zumal sie und ihr Mann Jörg die einzigen Vertreter Deutschlands waren, die ihr Können im Manegenrund des gewaltigen Festival-Zirkuszeltes unter Beweis stellen durften. Und dies taten sie mit insgesamt neun Auftritten – sieben Mal mit Haustieren, zwei Mal mit der Paviangruppe - vor dem als sehr kritisch und überaus heikel geltenden Publikum in Monaco. „Die Fachwelt schaut einem bei diesem Festival sehr genau auf die Finger", erklärt Maike Probst und vergleicht das weltgrößte Zirkusfestival mit den Olympischen Spielen.

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links: Mit Haustiernummer beim 30. Zirkus-festival in Monaco erfolgreich:
Maike und Jörg Probst aus Kummer.

rechts: Maike und Jörg Probst beim offiziellem Treffen mit Albert II., Fürst von Monaco, im Rahmen des Internationalen Zirkusfestivals.

 

Deshalb war das Lampenfieber groß bei Maike und Jörg Probst, bevor sich der Vorhang für sie und ihre Tierdressuren das erste Mal öffnete. Selbst Riesenesel Jonas war bis zum letzten Tag nervös und sorgte bei seinem ersten Auftritt mit einer Ziege auf dem Rücken für einen ungewollten Lacher. „Aber alles lief gut", freut sich Maike Probst noch im Nachhinein, sowohl mit den Haustieren, als auch mit der Paviangruppe. Zeit zum Trainieren hatten die Wahl-Kummerer zuvor in Gelsenkirchen, wo sie von Mitte Dezember bis 8. Januar ein Weihnachtsgastspiel gaben.

Dort absolvierten Maike und Jörg Probst täglich zwei Shows, holten sich so für sich und die Tiere den letzten Schliff für das weltgrößte Zirkusfestival: „Wir konnten mit bester Leistung nach Monaco reisen."Nach 1992 und 2003 versetzten die beiden Deutschen dort auch diesmal vor allem mit ihrer Paviandressur die Fachwelt in Erstaunen. Denn Paviane gelten als nicht dressierbar, schon gar nicht als Gruppe. Auch die Herzen der stets rund viertausend Zuschauer im monegassischen Zirkuszelt wussten Maike und Jörg Probst gemeinsam mit ihren 23 Vierbeinern zu erobern. Wer davon einen Eindruck gewinnen möchte, sollte ab dem heutigen Montag das MDR-Mittagsmagazin nicht versäumen, das den Probst-Auftritten sowie dem 30. Zirkusfestival in Monaco bis zum 10. Februar jeweils fünfminütige Beiträge widmet. Die ARD strahlt eine Aufzeichnung des kompletten Festivals am Himmelfahrtstag aus.

Indes blicken Maike und Jörg Probst ins weitere Jahr 2006, das eine Erweiterung der Erlebnishof-Angebote in Kummer mit sich bringt. So ist ab Ostern der Hof wieder geöffnet und bietet mit Streicheltierhaus und Kinderspielstall gleich zwei Neuerungen, die wohl die jüngsten Besucher am meisten begeistern werden. Neu ist auch, dass Maike und Jörg Probst sowohl Laien als auch professionellen Artisten in naher Zukunft Auftritts-, Trainings- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Kummer geben wollen. „Wir haben Probe-, Trainingsstätten sowie Auftrittsmöglichkeiten hier, wir haben jede Menge Kontakte und Verbindungen auch zu Kostüm- und Bühnenbildnern. All das soll in das Konzept für unseren Erlebnishof einfließen", umreißt Maike Probst die Pläne. Das Mehr an artistischer Kunst soll dann natürlich den Vorführungen in der Erlebnishof-Manege und damit den Gästen der Familie Probst zugute kommen.

 

"Ostthüringer Nachrichten" im Mai 2005

 

Von Kummer nach Monaco
Tierartisten Maike und Jörg Probst sind zum Jubiläumsfestival ins Fürstentum geladen. (von OTZ-Redakteurin Jana Borath)

PresseKummer. Von Kummer nach Monaco zieht's die Tierartisten Maike und Jörg Probst. Und zwar auf Einladung des dortigen Fürstenhauses, das unter anderem berühmt ist für sein alljährliches Zirkusfestival, das seinesgleichen sucht in der Welt. Dort ernteten Maike und Jörg Probst mit ihrer Tierartistik im Jahr 2003 nicht nur viel Applaus im 3000 Menschen fassenden Zirkuszelt. Sondern sie wurden außerdem mit dem bronzenen Clown für ihr Können ausgezeichnet, was quasi einer Oscar-Prämierung gleichkommt.
Jetzt sind die Wahlkummerer mit Haustier- und Paviannummern zum 30. Jubiläums-Zirkusfestival geladen, das als ein Best-of-Festival zu verstehen ist. Und, Maike und Jörg Probst sind die einzigen deutschen Künstler, die mit ihren zwei Darbietungen das Festival bereichern sollen. „Wir hätten das niemals gedacht", ist Maike Probst noch immer ganz atemlos angesichts dieser Einladung, die der Hauptmanager des Festivals ihnen gegenüber aussprach. Und das schien für die Tiertrainerin so unglaublich, dass sie zunächst annahm, irgendjemand erlaube sich einen Scherz mit ihr und ihrem Mann.

 

PresseDoch nun ist der entsprechende Vertrag unterzeichnet und Maike und Jörg Probst fühlen sich in erster Linie wahnsinnig geehrt. Gleichwohl sind sie auch aufgeregt: „Denn diesmal treten wir mit neu zusammengestellten Tiergruppen auf", erläutert Maike Probst. Das bedeutet, dass ab sofort trainiert wird in der Scheunenmanege in Kummer, was das Zeug hält. Riesenesel Jonas muss mit seinem Part in der Haustiernummer noch sattelfest werden, die Paviangruppe wiederum hat seit vier Wochen zwei neue Mitglieder, was wiederum alle bis dahin geltenden Regeln über den Haufen geworfen hat. „Besonders mit dem Chef der Truppe, Pavel, müssen wir im Moment psychologisch ackern", erklärt die Tiertrainerin. Und bis sich der Vorhang in Monaco für Tiere und Artisten aus Kummer hebt, müssen zudem neue Kostüme, neue Ausstattung und neue Effekte gekauft, anprobiert, getestet, integriert und für gut befunden werden.

 

Bei Darbietungen mit Tieren in den Hauptrollen wahrlich kein leichtes Unter-fangen. Das Jubiläumsfestival in Monaco findet vom 19. bis 27. Januar 2006 statt. Davor ist Familie in Nord-Frankreich auf Tournee und beim Weihnachts-zirkus in Gelsenkirchen zu Gast. Gelegenheiten für Artisten und Tiere, ordentlich Manegenluft zu schnuppern, bevor für sie der große Auftritt in Monaco ansteht.

 

"Amtsblatt des Landkreises Altenburger Land" vom 13. September 2003

 

Tiere hautnah erleben - Weltklasse-Zirkuskünstler in Kummer

 

Presse

"Ihr bleibt nur hier auf dem Hof, nicht ins Haus, niemanden verletzen und alle zusammen -verstanden?" So spricht Maike Probst nicht etwa mit ihren Kindern, sondern mit Pawel, dem Leittier einer Paviangruppe. Und dann öffnet sie die Tür des Käfigs, der auf dem Anwesen der Nitzschkaer Straße 7 im Schmöllner Ortsteil Kummer steht. Augenblicklich stieben vier Paviane und ein Rhesusaffe heraus und - sind am Fenster des Hofgebäudes.

 

"Pawel, zurück, nicht da hin" ruft die junge Frau - der Affe stutzt und dirigiert die Herde zurück. Was die Zuschauer noch nicht wissen: Die Arbeit mit Pavianen ist sehr kompliziert und riskant. Neben Maike Probst gibt es nur noch eine Tierlehrerin in den USA, die eine Paviangruppe präsentiert. Seit Januar 2002 leben Maike (38) und Jörg Probst (40) mit ihren Kindern Lydia (11) und Elias (15) in Kummer. 1998 trennten sich beide vom Zirkus Probst, den Maikes Vater leitet. "Wir wollten einfach Neues ausprobieren und hatten viele interessante Angebote“, erklärt Maike diese Entscheidung.

Nachdem sie fünf Jahre lang in ganz Europa mit ihren Tieren aufgetreten waren, wollten sie sesshaft werden. Auf den Hof waren sie durch eine Zeitungsannonce gestoßen und hatten sich sofort in ihn verliebt. Die Scheune war ideal für eine kleine Trainingsmanege sowie die Unterbringung der Tiere, und so begannen sie mit dem Um- und Ausbau.

Von den Dorfbewohnern wurden sie sehr herzlich aufgenommen. Neben den Pavianen leben auf dem Hof noch zwei ungarische Wollschweine, zwei Esel, 10 Ziegen, Kuh Hilde, Hengst Biplan Strauß Joschka Fischer (weil der so schnell läuft), Hündchen Idefix, Springmäuse, Meerschweinchen und Katzen. Strauß Joschka war übrigens der etwas andere Strauß für Maike zum 20. Hochzeitstag von ihrem Mann. Kennengelernt hatten sich beide im Zirkus Probst, als Vater Probst zu Maike sagte: "Hier ist ein Neuer vom Staatszirkus, zeig' ihm mal, wie man auf einem Pferd steht". Das kann Jörg Probst schon längst, während seine Frau für das Tiertraining zuständig ist, kümmert er sich um den artistischen Teil der Show. Doch zurück zur Manege in Kummer: Idefix - ein Altenburger Tierheimkind - zeigt gerade die ersten Ergebnisse seiner erst kürzlich begonnenen "Künstlerausbildung", begeistert klatschen die Kinder bei seinen ersten Schritten im Rampenlicht.

Sie erleben hier einen ganz besonderen Nachmittag am Tag ihres Schulanfangs. Warum man die Paviane nicht anfassen soll, zeigt Maike Probst eindrucksvoll, indem sie Pawels Gebiss präsentiert. Komik pur erleben die Kinder mit ihren Eltern, als die Affen ihre Auftrittshosen angezogen bekommen – "weil Paviane nicht stubenrein werden und bei unsren Auftritten nach uns andere Künstler die Bühne benutzen", erklärt die Tiertrainerin. Dass sie auf all ihre Fragen eine Antwort bekommen, begeistert die kleinen Schulanfänger genauso wie die artistischen Darbietungen von Maike und Jörg Probst. Jörg ist Trapezkünstler, seine sportlichen Vorgaben turnen die Affen nach. Ob er das 30-Kilo-Gewicht von Pawel einarmig balanciert oder sich auch mal von Pavian Janni ins Hinterteil zwicken lässt, die Kinder finden's toll. Zumal sie auch selbst in der Manege zeigen können, dass Hengst Biplan auf sie hört. Auch Strauß Joschka lässt sich gern von ihnen füttern und streicheln.

 

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Nach der Vorstellung geht's zum Reiten auf Esel, Pferd und Pony oder zum Toben auf das große Trampolin. Inzwischen wird auf dem Hof und in der hauseigenen Reiterstube die Kaffeetafel vorbereitet. Derweil gibt's von Maike für die Erwachsenen Tiergeschichten ohne Ende. Darunter einige, die eine Kindergruppe während ihres Sommerferienkurses auf dem Hof erlebt hat. Mit ihren Tieren treten die Probsts auch bei Stadt-, Dorf- und Firmenfesten auf.

Die internationale Zirkusluft wollen sie jedoch nicht ganz missen, deshalb geht's von Ende November bis Januar auf Tournee. Denn nach wie vor sind sie sehr gefragt, besonders, seit sie im Januar diesen Jahres beim Internationalen Zirkusfestival in Monaco mit einem bronzenen "Clown" ausgezeichnet wurden - der höchsten Zirkus - Ehrung überhaupt. In den 27 Jahren, in denen das Zirkusfestival existiert, ging erstmals ein monegassischer Clown nach Ostdeutschland. Somit leben und arbeiten in unserem Landkreis Weltklasse-Zirkuskünstler!Jeweils Ostern beginnt die neue Saison, bis November bieten Maike und Jörg Probst auf ihrem Hof in Kummer mit wechselnden Programmen immer ein besonderes Erlebnis. Es gibt sowohl feste Vorstellungstermine als auch Vorführungen für angemeldete Gruppen. Unter (03 44 91) 5 53 08 oder (01 71) 6 52 55 86 kann man sich telefonisch anmelden - auch für private Feiern, einen Jonglierkurs oder Country-Abend. Mehr Fotos und Informationen liefert ein Klick auf die Intemet-Adresse: www.maikeundjoergprobst.de.

 

"Super Illu " vom 13. März 2003

 

Unsere Zirkus-Könige!"Artisten-Oscar" Sieger: Zwei vom Bauernhof

 

Unsere Kinder, sagt Maike Probst, haben in den Ferien mit den Kindern von Stephanie von Monaco Greifen gespielt. Welche Familie aus einem thüringischen Dorf kann damit schon aufwarten?
PresseArtistenleben. Für die kleine Lydia (10) und ihren Bruder Elias (l4) aus Schmölln ist das gar nichts Besonderes.

Erst belächelt, dann überall umjubelt.
Genauso normal, wie wenn sich daheim auf ihrem Bauernhof ein Pavian mit ihnen um eine Tüte Studentenfutter streitet.


Grund: Ihre Eltern, Maike (38) und Jörg Probst (40), sind Artisten. Wenn die beiden Ostdeutschen ihren Bauernhof in Thüringen verlassen und mit ihren Tieren durch die Welt touren, nehmen sie ihre Kinder mit. Wie unlängst nach Monte Carlo zum „Internationalen Zirkus-Festival“, bei dem Stephanie von Monaco die Organisatorin ist.

 

Kein Wunder: Es gehören Erfahrung, Geschick und unendliche Geduld zu dieser einzigartigen Tierpyramide „Bremer Stadtmusikanten“ (Esel, Ziege, Pavian, Hahn). Maike Probst: „Bring mal einen Hahn dazu, auf Kommando auf die Schultern eines Pavians zu flattern, der auf einem Ziegenbock sitzt, der wiederum stocksteif auf 'nem Esel steht..."
Vorgeschichte. Maike und Jörg haben da so ihre Tricks. Das Wichtigste: „Ohne Liebe und Leckereien läuft nichts! Das ist wie in der Ehe." Beide haben Erfahrung. Jörg: „Schon Mitte der 80er-Jahre stellten wir dem Publikum immer in der Abschiedsvorstellung in einer Stadt unsere Haustiernummern vor." Damals geschah das noch im Team des ostdeutschen Familienzirkus Probst. Maike: „Das Publikum fand unsere Nummern mit Kühen und Schweinen zum Brüllen. Aber unsere Kollegen haben uns belächelt. So was war nicht in Mode."Mit der Wende kam die Wende. Maike: „Uns stand plötzlich die Welt offen." Die beiden versuchten ihr Glück in Frankreich und hatten mit ihrer freundlich-witzigen Art prompt Erfolg: 1992 Festival Monte
Carlo. 1993 „Stars in der Manege“, 1995 TV-Serie „Zirkus-Stolz“ mit Walter Plathe, 1999 „Stars in der Manege“. 2000 „Zirkusfestival Paris-Massy“. Und nun der Höhepunkt: der „Clown“ von Monte Carlo.Er gilt bei Kennern der Szene als der Oscar der Zirkus-Artisten.

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Ehrung Stephanie von Monaco (Mitte) überreichte den „Clown"

Urkunde Unterschrieben hat die Artisten-Ehrung Fürst Rainer

 

PresseIm Glück Maike Probst (38) und Ehemann Jörg (40) aus Thüringen gewannen in Monte Carlo mit ihrem "Bremer Stadtmusikanten" einen "Clown", die höchste Zirkus-Ehrung

Großer Preis. Nicht zum erstenmal sorgte die Familie Probst aus Schmölln international für Aufsehen. Spätestens als die beiden 1992 zum ersten Mal in Monte Carlo ihre verrückten Haustier-Dressuren vorführten, hatten sie die Lacher des Publikums, die Hochachtung der Dressur-Experten und der monegassischen Fürstenfamilie auf ihrer Seite.

 

 

 

Premiere 1983 zeigte Maike Probst erstmals die "Stadtmusikanten"

 

Eine Tier-Show bei Kaffee und Kuchen
Tierhof. Trotz der hohen Ehrung sind die Probsts auf dem Teppich geblieben Maike: "Wir nehmen nicht jedes Angebot an, weil uns die Kinder wichtiger sind. Ich weiß. was es bedeutet. als Zirkuskind immer auf Achse zu sein." Sie ist konsequent: „Getourt wird in den Ferien - Dazwischen üben wir daheim. Wer Lust hat, kann uns besuchen. Gäste sind willkommen." Zur Freude der Nachbarn. Denn wer hat schon eine öffentliche Zirkusmanege in einer Scheune in der näheren Umgebung? Und wo kann man schon bei Kaffee und Kuchen Weltklasse-Künstlern über die Schulter gucken und vielleicht sogar mit dressierten Haustieren selbst einmal eine Runde in der Manege drehen? Probsts machen diese Zirkus-Träume wahr.